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Chronik

Geschichte der Goldbacher Musikanten (Auszug aus Goldbacher Chronik)

Die “Goldbacher Musikanten” gehen aus der ehemaligen Burschenkapelle, die 1927 auf Anregung des damaligen Ortspfarrers, des unvergeßlichen Geistlichen Rates Joseph Weidenbörner und seines Kaplans Anton Schmitt ins Leben gerufen wurde, hervor. Gegründet wurde die Kapelle von 15 musikbegeisterten jungen Männern im Vereinslokal “Zur Krone”, die damit einen zu jener Zeit schon lange gehegten Wunsch, endlich auch in Goldbach eine Blaskapelle zu haben, realisierten.

Als erster Dirigent wurde August Schömig aus Aschaffenburg, von der Landespolizei Musikkapelle gewonnen, der durch den Eifer, das große Interesse und die freudige Mitarbeit seiner “Schützlinge” schon recht bald eine recht gute Blaskapelle zusammen hatte. Neben den wöchentlichen Proben wurden auch sogenannte “Marschproben” durchgeführt, damit die Musikerschar auch das Marschieren, verbunden mit dem Musihzieren erlernte.

1933 brachte der Nationalsozialismus das bittere Ende des katholischen Burschenvereins. Die Vereinsfahne wurde versteckt und dem Zugriff der Gestapo entzogen. Daß in jener Zeit die Musikinstrumente von den Nazis nicht beschlagnahmt wurden, war ein Verdienst des rührigen Geistlichen Rates Weidenbörner, der sich unerschrocken für seine Gemeinde einsetzte. Nicht zu verhindern war allerdings, daß die Musikkapelle 1935/36 der Technischen Nothilfe angegliedert wurde, den Namen dieser Organisation führte und so bei vielen Veranstaltungen, auch bei Auf- und Vorbeimärschen oder Paraden mitwirken mußte.

Eine jähe Unterbrechung des Musiklebens brachte der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges durch die Einberufung des größten Teiles der Musiker. Sechs Musikkameraden opferten ihr Leben an der Front. Trotz schwieriger Umstände gelang es den Bemühungen einiger unverzagter Männer, das Musikleben in Goldbach im Jahre 1946 wieder neu zu entfachen. Unter der Leitung von Heiner Hain nahm man die ersten Proben wieder auf.

1952 wurde die Kapelle der Freiwilligen Feuerweh angeschlossen und trug seitdem den Namen “Feuerwehrkapelle”. Von 1953 bis 1974 übernahm Walter Hild aus Aschaffenburg die Stabführung. Ab dem Jahre 1974 dirigiert Herbert Schäfer die Musikkapelle. Ende 1988 wurde die Leitung der Kapelle Michael Bieber übertragen.

Im Jahr 1993 erfolgte auch eine Neuorientierung und die Goldbacher Musikanten als Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) wurde umgewandelt in einen offiziellen Verein. Es schloß sich die Bläsergruppe der Pfarrei St. Maria Immaculata der Kapelle an. Als erster Vorsitzenden wählten die Musikanten Herbert Schäfer. Zweiter Vorstand und Kassier wurde Paul Mann und Schriftführer Martin Polt.

Um das Fortbestehen der Goldbacher Musikanten zu sichern, wurde im Jahre 2004 die Nachwuchsarbeit gestartet und ein Jugendorchester gegründet. Die musikalische Ausbildung erfolgt durch altbewährte Musiker wie Georg Göhler (Blechblasinstrumente) Eugen, als auch jüngeren Musikerinnen und externe Ausbilder. Herbert Schäfer übernimmt auch für das Jugendorchester den Dirigentenstab. Seit 2008 wird die Jugendarbeit durch einen Jugendleiter, Manfred Lang, unterstützt.

 

 

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